Gründungsversammlung von „Spielkultur Hamburg“ am 21.04.2012

Gründungsversammlung von „Spielkultur Hamburg“ am 21.04.2012

Hallo liebe Spielkultur-Mtglieder! In drei Tagen, am 06.06.2017 jährt sich unser erster öffentlicher Spieleabend zum fünften mal. Für mich ist dies ein guter Grund, noch einmal einen Blick zurück auf unsere Gründungsversammlung zu werfen. Die folgende Wiedergabe der Gründungsversammlung erfolgt entsprechen meinen persönlichen Erinnerungen über eine knapp achtstündige, sehr intensive und sehr konzentrierte „Arbeitssitzung“. Ganz leichte Ungenauigkeiten in der Wiedergabe sind diesem Umstand geschuldet und ich bitte die ggf. zu entschuldigen 🙂

Am 21.04.12 haben sich knapp 20 Hamburger Spielfreunde im Studienkreis Altona getroffen um den Verein „Spielkultur Hamburg e.V.“ zu gründen.

Das Gründungsprotokoll:

Gegen 16:00 Uhr trafen die ersten Gründer vor Ort ein. Bevor es an die Arbeit ging, wurde erst einmal das kleine Buffet zur allgemeinen Stärkung aufgebaut. Mehr als 40 Brötchen, einige Brote, 2 Kg. Butter, verschiedene Käse,- und Salami-Sorten, geräucherte Putenbrust, Frischkäse (z.B. Honig-Senf) sowie einige Käserollen (Pfeffer, Chili, Kräutermischung), einige Aufstriche, mehrere Tüten Taco-Chips, Erdnüsse sowie andere Knabbersachen sorgten für das leibliche Wohl. Auch gab es eine große Kiste Cola/Fanta/Sprite, mehrere Flaschen Sekt (zum anstoßen), gut gefüllte Kaffee,- und Teekannen…

 

Die Zeit für die Vorbereitung war gut angelegt. Sollte die Gründungsversammlung doch schlussendlich bis 23:30 Uhr gehen! Um das Ende vorwegzunehmen – nach fast acht Stunden engagierter, zielorientierter, von einem großen Kooperationsgeist motivierter Arbeits(!)sitzung wurde schlussendlich der Verein „Spielkultur Hamburg“ für gegründet erklärt.


Bis dahin aber war es ein langer, ein weiter Weg. Gleich zu Beginn entschloss sich die Versammlung fast einstimmig, aufgrund eines vorschnell gestellten Antrages, über die Satzung des neuzugründenden Vereins Paragraph für Paragraph und nicht Blockweise abzustimmen. Erst die Nachfrage nach der Abstimmung, was das denn bedeutet – nämlich das die Sitzung durch dieses Abstimmverfahren vermutlich deutlich länger dauern würde – brachte Klarheit, worüber hier gerade abgestimmt wurde.

Diese (erste) Abstimmung und ihr Ergebnis war nun aber so zu Protokoll gegeben und es wurde angesagt, das damit (leider) das Ergebnis für die Versammlung bindend wäre. Antrag II sah dann vor, das weitere Abstimmungen erst erfolgen sollten, wenn allen Anwesenden zweifelsfrei klar wäre, worüber inhaltlich abgestimmt wurde. Das sollte sich in Folge noch als sehr hilfreich erweisen.

Im Dritten, ebenso hilfreichen Antrag wurde beschlossen, das die Satzungs-AG, die die Satzung vorbereitet hatte, in der Rednerliste außerplanmäßig das Wort ergreifen dürfe um den Gedanken der hinter den einzelnen Satzungsparagraphen stand (oft ja sehr kluge und im Vorfeld lange diskutierte Gedanken) der Versammlung zu erklären. Auch dies war für die anschließende Diskussion sehr förderlich.

Nachdem somit das Vorfeld der anstehenden Diskussion bestellt war, scheiterte die Versammlung dann auch gleich an § 1.1 der Satzung. Der da lautete „Der Verein trägt den Namen Spielkultur Hamburg“.

Im Zuge einer Internet-Recherche eines anwesenden Gründungsmitgliedes stellte sich heraus, das man unter der entsprechenden Webseite den Shop eines Feinkosthändlers finden konnte? Das war jetzt so nicht ganz erwartet worden.

Einschub:
Vielleicht hat ja schon einmal jemand vom sog. Fahrradschuppen-Problem gehört? Auf z.B. Wikipedia kann man dazu sehr viel nachlesen. Das Fahrradschuppenproblem beschreibt folgendes Phänomen: Wenn z.B. ein neues Atomkraftwerk gebaut werden soll, sind sich alle an der Planung beteiligten einig, das sie dem Votum der Fachleute zu einzelnen Planungsmaßnahmen vertrauen möchten. Die Fachleute, die sich mit der Planung eines AKW`s beschäftigen sind hochbezahlt, die Aufgaben ungeheuer komplex. Selten traut sich hier jemand, dem Rat der Fachleute seine eigene Meinung entgegenzusetzen. Ganz anders aber sieht es aus, wenn dem fertigen AKW ein Fahrradschuppen zur Seite gestellt wird. Zu der Frage, wo am AKW der Fahrradschuppen aufgebaut werden soll. Welche Farbe der Fahrradschuppen erhalten soll. Meint so gut wie jeder eine qualifizierte Meinung abgeben zu können. Entsprechend langwierig, hart und zäh fallen dann auch die Diskussionen zum „Fahrradschuppen“ aus.

Nun ja, der Name unseres Vereins war also unser Fahrradschuppenproblem, Nicht nur während der Gründungsversammlung sondern auch schon lange vorher. Entsprechend wurde von vielen Anwesenden heftig mit den Augen gerollt, als sich diese schon längst bewältigte Diskussion hier nun wie eine siebenköpfige Hydra wieder vor uns erhob.

Inzwischen hat sich das damalige Problem geklärt. Zu jener Zeit aber wurde der Eintrag zu der Domainadresse unserer „Spielkultur“ irgendwie umgeleitet, so das man bei Eingabe der Webadresse dann auf diesem Feinkost-Onlineshop gelandet ist.

Technik halt 🙂

An dieser Stelle nun könnte ich meinen kleinen Bericht dann auch schon fast beenden. Von hier an verlief die Gründungsversammlung nämlich erstaunlich problemlos. Es gab keine großen Baustellen mehr zu diskutieren, die folgenden Abstimmungen erfolgten sehr harmonisch und einvernehmlich. Änderungen an der vorgeschlagenen – immerhin 12 Seitigen – Satzung (incl. Anhänge!) erfolgten praktisch nur noch in den Formulierungen.

Dies ist sicherlich ein Qualitätsmerkmal unserer Satzung und Zeichen dafür, das wir eine großartige Satzungs-AG hatten, die hier ein wirklich starkes Stück Arbeit zustande gebracht hat.


Großen Dank gebührt unserem Protokollführer und Versammlungleiter Jan und Johannes, die zu jeder Zeit die Versammlung fest im Griff hatten, akkurate Rednerlisten führten und freundlich aber bestimmt auf deren Einhaltung bedacht waren, ohne jemals jemanden (auch wenn es mal ein wenig hitziger wurde) dabei persönlich auf die Füße zu treten.

Wo ich schon einmal bei namentlichen Nennungen bin kann ich euch ja auch gleich den gewählten ersten Vorstand von „Spielkultur Hamburg“ aus Anno 2012 vorstellen.

1. Vorsitzender:
Karsten Krone


Stellvertretender Vorsitzende:
Johannes Teichmann

1. Schatzmeisterin
Bianca Dietz

Stellvertretender Schatzmeister
Andreas Gedaschko

Schriftführer

Sowie weitere Ämter soweit bisher vergeben:

Rechnungsprüfer
Dirk Purwin

Rechnungsprüfer
Holger Gentemann


Spielkultur Hamburg
Gruppenbild

Von den über den Abend verteilten ca. 20 Besuchern der Gründungsversammlung verblieben bis ca. 23:00 Uhr knapp 14 Mitglieder. Diese haben das Protokoll zur Gründung des Vereins „Spielkultur Hamburg e.V.“ unterschrieben. Andere Teilnehmer der Gründungsversammlung mussten zwischenzeitlich dann leider schon aus verschiedensten Termingründen irgendwann einmal nach Hause gehen. Was bei einer Sitzungsdauer von fast acht Stunden ja auch nicht verwundert 🙂

Gegen 23:00 Uhr knallten dann die Sektkorken – wortwörtlich, denn jemand hatte in weiser Voraussicht ein paar Sektflaschen für den Fall einer erfolgreichen Gründerversammlung mitgebracht. Der Sekt war nach den fast „acht Stunden Arbeitssitzung“ aber auch redlich verdient 🙂


Anbei noch eine Liste der anwesenden Besucher unserer Gründungsversammlung:

Andreas Gedaschko
Andre Hein
Bianca Dietz
Carsten Praefcke
Christopher Henke
Dirk Purwin
Friedrich Behrendt
Holger Gentemann
Jane L.
Jan Giesel
Karsten Krone
Matthias Baeck
Michael Knupper
Michael Nitz
Rainer van Essen
Sabine Rensch
Susanne Brusewitz
Susanne Christine Entrich
Tim Janssen

 

Wie ging es nun weiter?

Welche „Meilensteine“ hat unser noch sehr junger Verein in diesen knapp fünf Jahren seit unserer Gründung erreicht?

Was haben wir „bewegt“, was hat UNS „bewegt“?

Nachfolgend einige der wichtigsten Stationen der vergangneen fünf Jahre:

der Verein „Spielkultur Hamburg e.V.wurde 2012 in das Vereinsregister Hamburg eingetragen

ab Juni 2012 bot der Verein „Spielkultur Hamburg e.V.“ in den hierfür vom Verein angemieteten Räumen regelmäßige wöchentliche Spieltreffen an. Dank vieler Spenden aus der Hamburger Spielgemeinde starteten wir mit einem Spielefundus von fast 300 Spielen. Im Juni 2017 zählt unser Spielefundus (incl. Kinderspiele) fast 700 Spiele.

in nur ca. 4,5 Jahren konnte die „Spielkultur Hamburg“ eine Vereins-Homepage auflegen. Das hat zugegeben etwas länger gedauert und wir danken Peer Lagerpusch, der sich 2016 diesem Projekt annahm, an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die Vollendung dieses guten Werkes!

Sehr viel schneller konnten wir folgende Vereinsprojekte umsetzen.

– im Oktober 2012 organisierten wir in enger Kooperation mit „LOGE e.V.“ (einem Hamburger Verein für Fantasy,- und Rollenspiele) unsere erste „Brett-Hamburg“ (damals noch „Logencon“ genannt) Convention. Zu dieser kamen ca. 250 Besucher. Im Oktober 2016 konnten wir auf der „Brett-Hamburg“ schon mehr als 1200 Besucher zählen.

im Dezember 2012 (ff.) organisierte unser Verein im Studienkreis Altona unsere große verspielte Silvestersfeier für bis zu 75 Gäste. 15 Stunden Spiel & Spaß bei einem großen „all you can eat“ Mitbring Buffet. Dieses Bundesweit einmalige Silvesterspielen wird bis heute durchgeführt.

im März 2013 gründeten wir den „Hamburger Spieleautorentag“, zu dem ca. 50 Gäste incl. ca. 13 Spieleautoren unserer Einladung folgten. Aus dieser Veranstaltung heraus gründete sich das „Spielwerk Hamburg e.V.“, ein inzwischen auch überregional bedeutsamer Hamburger Spieleautoren“Stammtisch“. „Spielkultur Hamburg e.V.“ ist auch Gründungsmitglied von „Spielwerk Hamburg e.V.“. Das „Spielwerk Hamburg“ übernahm 2017 die Hauptorga des Hamburger Spieleautorentages, welches inzwischen fast 150 Besucher verzeichnet.

– im Juni 2013 boten wir als Spielkultur Hamburg e.V. auf dem NORDCON (Norddeutschlands größte Spielveranstaltung mit mehr als 6000 Wochenendbesuchern) erstmalig unsere Spielausleihe an.

im September 2013 nahm „Spielkultur Hamburg“ erstmalig an der Bundesweiten Spielveranstaltung „Stadt, Land, spielt“ teil. An über 100 Standorten überall in Deutschland werden hier an einem Wochenende Spielveranstaltungen organisiert.

2014 vernetzte sich unser Verein (als Gründungs“vater“) bundesweit mit inzwischen mehr als 100 Spieleclubs, Spielevereinen, Spieletreffen. Dieses „Netzwerk“ zum gegenseitigen Informationsaustausch „wie man öffentliches Spielen organisiert“ heisst „Spielekreise.de“.

Im Rahmen dieses Projektes konnten wir als Verein in Essen auf der Spielmesse ab 2015 einen Gemeinschaftsstand (10 m²) mit organisieren, über dem wir in Essen die Spielregion „Hamburg“ repräsentieren.

Über das Projekt „Spielekreise.de“ bzw. dem daraus hervorgegangenen Gemeinschaftsstand ist die „Spielkultur Hamburg e.V“ inzwischen auch Mitglied im VDSL, dem „Verband deutscher Ludotheken und Spieliotheken“.

im November 2014 übernahm die „Spielkultur Hamburg e.V.“ die „RegVor“, die „regionalen Vorausscheidungen zur Deutschen Manschaftsmeisterschaft im Brettspiel“, welche wir als Verein im Kulturzentrum Rieckhof in Harburg organisieren. Inzwischen (2016) nehmen an dem Turnier gut 16 Mannschaften mit ca. 60 Turnierspielern teil.

2015 konnten wir als Verein im traditionsreichen Hamburger Spieleshop „ATLANTIS“ für unsere Vereinsmitglieder einen „Vereinsrabatt“ von 10 % auf „nichtpreisgebundene Artikel“ aushandeln.

im Februar 2016 startete unser Verein einen zweiten wöchentlichen Spieleabend, jeweils Freitag 18:30 Uhr bis Mitternacht in St. Georg.

Im Juni 2017 verzeichnet die „Spielkultur Hamburg e.V.“ 78 Mitglieder.

Soweit ein Überblick über die Meilensteine der vergangenen fünf Jahre.

Ich meine, das kann sich wahrlich sehen lassen und bin sehr gespannt, wie sich unser Vereinsprojekt in den kommenden fünf Jahren entwickeln wird.

Herzliche Grüße!

Holger 🙂

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