BrettspielLABor März 2017: Heute spielten wir kooperativ!

 

Hallo und einen herzlichen Gruß in die Spielgemeinde!

Anbei ein kleiner Veranstaltungsbericht zu unserem vergangenen Themenabend „Kooperative Spiele„, den wir am vergangenen Freitag 24.03.17  in der Koppel 55 organisiert haben.

Dem Beitrag sind ein paar Fotos beigefügt die – leider – wieder eher wenig gut geworden sind. Ich muss mir mal wirklich einen besseren Fotoapparat zulegen. Unsere liebe Ela kann da einfach viel bessere Fotos machen. Ich hoffe aber, das die Bilder euch trotzdem einen kleinen Eindruck unseres Spieleabends vermitteln können?

Volles Haus:

Dieser „Themenabend“ stand ganz im Zeichen der kooperativen Spiele. Einen kleinen Abstract, was darunter genau zu verstehen ist, findet ihr bei Interesse etwas weiter unten.  Wir haben den Spieleabend sowohl auf unserer Facebook-Gruppe „Spielkultur Hamburg“ als auch über den Newsletter der Spielkultur beworben. Dazu noch etwas Mundpropaganda auf den Spieleabenden… und voilà! 33 Spielefans haben an diesem Abend den Weg zu uns gefunden. Damit war der schöne große Spieleraum in der Koppel auch optimal ausgefüllt.

Besonders gefreut habe ich mich über ca. 12 Gäste, die sonst selten oder bisher auch gar nicht zu uns gefunden haben und extra wegen eben der ausgeschriebenen „Kooperativen Spiele“ zu uns gekommen sind.

Orleans“ mit dem kooperativen Scenario „Invasion“. Eine echte Herausforderung!

Hirn ist sexy:

Unsere geselligen Spieleabende am Freitag-Abend entwickeln sich zunehmend in Richtung „entspannter after-Work-Club“. Viele unserer Gäste kommen zum Wochenende nach der Arbeit zu uns noch einmal auf ein oder auch zwei Spielchen vorbei. Die Arbeitswoche entspannt in netter Gesellschaft und anregenden Gesprächen ausklingen lassen. Um sich sich dabei fern des Alltags,- und Arbeitsstresses über die von Spiel zu Spiel unterschiedlichen Herausforderungen, die einem in den Spielen begegnen, angeregt unterhalten zu lassen. Ganz nach dem Motto „Hirn ist sexy“. Unsere Spieleabende stehen dabei ein wenig in der Tradition klassischer „Gentlemen-Clubs“. Wobei uns heute die guten Spiele unserer Zeit das „Wallstreet-Journal“, die Zigarren und das gute Gläßchen Wein dieser ehrwürdigen Tradition ersetzen.

Der Spielefundus dieses Abends war mit an die 30 Kooperations-Spielen (hier nur eine kleine Auswahl!) wieder ansprechend abwechslungsreich und so kam auch eine große Varianz ganz unterschiedlcher Spiele auf die Spieltische.

Gespielt wurde:

Gespielt wurde u.a.: Schatten über Camelot, Pandemie, Katakomben, Orleans, Betrayl at the House on the Hill, Villen des Wahnsinns, Robinson Cruso und evtl. auch noch ein- zwei weitere Spiele die ich vermutlich gar nicht mitbekommen habe.

Das CATERING:

Einen ganz besonderen Dank möchte ich an unser Catering aussprechen! Sirkka und Ela engagieren sich ja für das Catering auf unseren „Themenabenden“ regelmäßig sehr stark und lassen sich hier auch immer mal wieder etwas neues einfallen. Und an diesem Abend haben sie sich wirklich selber übertroffen.

Im Vorfeld haben Ela und Sirkka mehrere Schüsseln mit Frischkäse und leckeren Dipps zubereitet. (Siehe Fotos). Mit diesen haben sie frisches Fladenbrot (frisch aus der Backstube) bestrichen und diese als Häppchen verteilt. Diese ausgesprochen leckeren Häppchen sind bei unseren Gästen sehr sehr gut angenommen worden, was sich auch in einer wirklich großen und beeindruckenden Spendenbereitschaft für diesen „Mehrwert“ geäußert hat. Allen Gästen kann ich hier schreiben, das sich Ela und Sirkka wahnsinnig über das viele freundliche Lob gefreut haben!

Kooperative Spiele (Abstract):

Kooperationsspiele sind der neue Mainstream auf dem deutschen Brettspielmarkt. Zwar gibt es hier noch lange nicht so viele Spieltetitel wie in verschiedenen anderen Genres. Aber die (im Vergleich wenigen) Spieletitel erfreuen sich in der Spielgmeinde ausgesprochen großer Beliebtheit. Egal ob das nun „Die Legenden von Andor“, „Schatten über Camelot“, „Pandemie“ oder „Battlestar Galactica“ ist.

Im Kooperationsspiel gibt es keinen „Gewinner“ aber auch keine „Verlierer“. Jedenfalls nicht im klassischen Sinne der üblichen auf Konfrontration ausgelegten Brett,- bzw. Gesellschaftsspiele. Im Kooperationsspiel spielt die Spielgruppe i.d.R. gemeinsam gegen ein Brettspiel und dessen fein austarierter Spielmechanik. Gelegentlich gibt es hier Spielvarianten, das die Spielgruppe gemeinsam und kooperativ gegen einen Spielführer spielt. Beispiele hierfür sind sog. „Dungeon Crawler“ wie DESCENT. Oder das in der Spielgruppe ein oder gar mehrere „Verräter“ spielen, die unter geheimer Identität (die es zu ermitteln gibt) nur so tun, als ob sie im Interesse der Spielgemeinschaft spielen. In Wahrheit aber einen „alleinsieg“ anstreben, indem sie für das Brettspiel spielen und ihr möglichstes tun, die gegebenen Siegbedingungen der Spielgruppe zu verhindern. Dies finden wir in Spielen wie „Schatten über Camelot“ oder „Battlestar Galactica“ wieder.

Viele der Kooperationsspiele haben eine Spielmechanik, die die Spielrunde unter erheblichen Zeitdruck setzt. Zu einem bestimmten zeitpunkt im Spiel endet dieses und haben die Spieler bis dahin die oft kniffeligen Aufgabenstellungen des Spielthemas nicht erfüllt – z.B. bei Pandemie, „Rette die Menscheit vor dem Aussterben durch sich global ausbreitende Seuchen“ – verliert die Spielrunde.

Um einen Gemeinschaftssieg zu erringen, um die vom Spieldesigner gestellten Hindernisse, enge Zeitfenster, Verräter, bestimmte Teilziele die auf jeden Fall im Spiel erfüllt werden müssen usw. usf. zu lösen. Müssen die Spielrunden ihre Aktionen untereinander auf das engste miteinander verzahnen. Jeder verlässt sich auf den anderen, das dieser seine gestellte Aufgabe erfüllt, man eilt in Notsituationen einander zur Hilfe, jeder Zug wird vor der Ausführung oft im Team untereinander abgestimmt… All dies macht für viele, den Schreiber dieser Zeilen ausdrücklich eingeschlossen, den besonderen Reiz von Kooperationsspielen aus.

Der für viele Spielefans große Reiz dieser Kooperationsspiele besteht in der durch das Spiel geförderten Teamarbeit sowie dem ungewöhnlich hohen Anteil an Kommunikation zwischen den Spielern.

Herzliche und verspielte Grüße!

Und bis zum nächsten Spieleabend!

Holger

für die „Spielkultur Hamburg“

 

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